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Aktuelle News aus dem Vereinsleben der Flugsportgruppe Landsberg – Erfahren Sie hier wichtige und interessante Neuigkeiten aus dem Vereinsalltag und Ankündigungen von Terminen, Fluglagern oder größeren Events

Sunset Fliegen am längsten Tag des Jahres

Auch wenn es der Wettergott nicht gut mit den Fliegern in Süddeutschland meinte und den ganzen Tag für tiefe Wolken und Regen sorgte, ließen wir es uns nicht nehmen, zu später Stunde nach 21 Uhr einen Mini-Flugbetrieb aufzubauen, um am längsten Samstag im Jahr doch noch einen Blick auf die untergehende Sonne zu erhaschen.

Nachdem wir beim Grillen bereits am späten Nachmittag stets das Wetter im Auge behielten, schien es tatsächlich noch zu klappen, so dass wir die Flieger doch aus der Halle ziehen konnten. Späte Starts wie nie und ein atemberaubendes Zusammenspiel von untergehender, oranger Sonne und dunklen Unwetterwolken waren der Dank für das lange Warten.

Ein paar Eindrücke konnten noch festgehalten werden, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten – auch wenn es teilweise ein bisschen wie eine Audi-Werbung aussieht.

 

Ein Stück Fluggeschichte hautnah – Ein Tag auf den Spuren der Transall

Die Transall begleitete Patricia Baumeister bereits seit ihrer frühen Kindheit. „Sie gehört im Luftraum rund um meine Heimatorte zum Himmelsbild und hat irgendwie auch den Wunsch in mir ausgelöst, selbst zu fliegen.“
Mit 14 Jahren begann Patricia schließlich auf dem Fliegerhorst Penzing ihre Segelflugausbildung. Bis heute hat sie neben Segelflugzeugen auch viele Stunden auf Ultraleichtflugzeugen geflogen. Das Lufttransportgeschwader 61 war dabei stets präsent. Bundeswehr und Sportflieger müssen sich in Penzing arrangieren und so war es immer wieder störend, wenn die Segelflieger aus Sicherheitsgründen den Flugbetrieb einstellen und die Landung oder den Start einer Transall abwarten mussten. Gleichzeitig war und ist es aber auch ein tolles Ereignis, wenn die großen Transportmaschinen mächtig an den kleinen Segelflugzeugen vorbei rollen und die Besatzung lässig den Sportfliegern zuwinkt, so beschreibt es Patricia.

Kein Wunder also, dass bei der jungen Pilotin schon früh der Wunsch entstand, in so einem besonderen Fluggerät mitzufliegen. Als bekannt wurde, dass die Transall durch den Airbus A400 M abgelöst werden sollte, fasste Sie den Entschluss, dieses Flugzeug noch vor der Ausmusterung im Fluge zu erleben. Doch so einfach ist das gar nicht, wie sich schnell herausstellte. „Der Mitflug in militärischen Luftfahrzeugen ist auf militärisches Personal und Politiker beschränkt.“, so die Reaktion auf Patricias erste Anfragen in Penzing. In die Politik gehen? Oder doch zur Bundeswehr? Beides hätte zu lange gedauert und schließlich hatte Patricia gerade ihr VWL- Studium begonnen.

Transall-Flug Gruppenfoto

Schnell waren weitere Fliegerkameraden von der Idee, Transall zu fliegen, angesteckt und nach einigen Forschungen im Bekanntenkreis wurde das Vorhaben schließlich auch von Angehörigen des Geschwaders LTG 61 erhört. „Max“, wie ihn seine Transallkollegen nennen, war Patricias wichtigste Kontaktperson. Fast zwei Jahre lang unterstütze er sie bei vielen Formalitäten, die es innerhalb der Bundeswehr zu erledigen galt. Alles, um im Sinne der Fliegerkameradschaft einen Mitflug für Jugendliche Flieger zu ermöglichen.

Auf einen Ordner voller Schriftstücke, die weit über den Fliegerhorst hinaus versendet wurden und einen eigenen Datenspeicher für die vielen E-Mails folgte schließlich die Zusage. Wie es Patricia letztendlich geschafft hat? „Mit sehr viel Hartnäckigkeit.“, antwortet Beatrice Baumeister, Patricias stolze Schwester, ebenfalls Segelfliegerin in Landsberg.

Am 22. September 2014 trafen sich also 20 Jugendliche Funktionsträger des Luftsportverbandes in Bayern sowie Vereinsmitglieder der Flugsportgruppe Landsberg am Fliegerhort Penzing. Von Beginn an wurde die ganze Gruppe sehr gut von der Bundeswehr betreut. Nach einer kurzen Busfahrt hieß es im Warteraum erst einmal Geduld zu wahren. Die Transall, welche für den Praktikantenflug reserviert war, musste erst von einem Übungsflug zurückkehren. Dann ging alles ganz schnell. Auf dem Weg zum Flugzeug gab es eine kurze Sicherheitseinweisung und die Personalausweise wurden kontrolliert, bei der Bundeswehr hat schließlich alles seine Ordnung. Einsteigen, Anschnallen und dann die Frage: „Rollen wir eigentlich schon?“. Die wenigen, kleinen Fenster in der Transall, konnten in der Sitzposition nicht genutzt werden und so war bei Start und Landung die Wahrnehmung etwas verändert. Sobald der Steigflug beendet war, wurde es jedoch auch möglich, im Flugzeug herumzulaufen. Alle Beteiligten konnten sogar einen Blick ins Cockpit werfen. Das enthält dann doch ein paar mehr Instrumente und Knöpfe als ein einfaches Segelflugzeug. Nach einer halben Stunde Flug setzte der derzeitigen Kommodore des LTG 61, Oberst Bestgen, der die Maschine persönlich flog, wieder zur Landung an und brachte die begeisterten Flugsportler sicher zurück auf den Boden.

Im Anschluss an den Flug wurde die Gruppe von OSFw Baumann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, zum Mittagessen in das Offiziersheim begleitet, bevor das Programm um eine Staffelführung inklusive Vortrag über die fliegerische Geschichte des Bundeswehrstandorts ergänzt wurde. So konnten neben dem Flugerlebnis auch Einblicke in die Flugvorbereitung und die am Boden notwendige Organisation gewonnen werden.

Der Tag am Fliegerhorst Penzing und ganze besonders der Flug in der Transall wird für alle Jugendlichen ein ganz besonderes Erlebnis in ihrer Fliegererinnerung bleiben. Besonders für Patricia ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Bundeswehr für diese einmalige Möglichkeit.

Julia Baumann

Ferienprogramm bei der Luftwaffe

Der Freundeskreis Luftwaffe e.V. bietet jedes Jahr etwa 20 Jugendlichen ein ganz besonderes Ferienprogramm: Eine Woche in den Sommerferien können die Jugendlichen bei der Luftwaffe und bei einigen zivilen Unternehmen (z.B. dem Flughafen München) hineinzuschnuppern – alle unter dem Motto der Luftfahrt.

Die Teilnehmer des "Freundeskreis Luftwaffe"-Ferienprogramms
Die Teilnehmer des „Freundeskreis Luftwaffe“-Ferienprogramms (Quelle: Luftwaffe/Uwe Lenke)

An einem Tag dieser Woche dürfen die Jugendlichen dabei auch in einem echten Flugzeug Platz nehmen und ihre oberbayerische Heimat von oben betrachten. Hierbei wird die Aktion durch die Flugsportgruppe Landsberg unterstützt, die zusammen mit ihrem Nachbarverein die Flüge mit den Vereinsmaschinen durchführt. Bei diesen Flügen, vom Veranstalter selbst als „das absolute Highlight der Woche“ bezeichnet, konnte jungen Menschen die Faszination der Fliegerei auf eine Art und Weise nahe gebracht werden, wie es selbst der beste Vortrag oder Simulator nicht schafft. Glückliche, strahlende Gesichter waren der Dank dafür – für viele war es der erste Flug ihres Lebens.

Frank zieht die Cessna aus der Halle (Quelle: Luftwaffe/Uwe Lenke)
Frank zieht die Cessna aus der Halle (Quelle: Luftwaffe/Uwe Lenke)

Am selben Tag besuchten die Teilnehmer natürlich das LTG 61 in Penzing und besichtigten dabei u.a. eine Transall C-160. Die Führung durch das Flugzeug wurde zufälligerweise ebenfalls von einem Vereinsmitglied durchgeführt.

Den vollständigen Bericht der Veranstaltung gibt es auf luftwaffe.de.

Höhenflüge für Landsberger Segelflieger

Am heißen Pfingstsamstag ging es für die Landsberger Segelflieger zwar nicht übermäßig weit durch die Berge, dafür aber in der Blauthermik (ohne Wolken) besonders hoch. Zu dritt machten sich Kurti, Helmut und Charly in Asw20, Ls8 und Discus auf den Weg in die Alpen, mit entsprechenden Freigaben ging es bis auf FL130, also ca. 3500 Meter über den Landsberger Boden. Dabei waren die drei die meiste Zeit nah beieinander oder standen in ständigem Funkkontakt.

Höhenflüge in Formation

Die entsprechenden OLC-Flüge aller Landsberger Flieger gibt es unter dem entsprechenden Button in der Seitenleiste, hier außerdem der Flug von Kurti und der Flug von Helmut.

Am noch heißeren Pfingstsonntag konnte aufgrund einiger technischer Mängel erst spät mit dem Segelflugbetrieb begonnen werden, anstatt bei der Hitze in der Sonne zu verbraten, erholte sich die halbe Mannschaft stattdessen am nahen Penzinger Baggersee. Einige Flugschüler gaben trotzdem nicht auf und flogen bis in die Abendstunden in Platznähe.