Neuer Anflug für die Sportflieger in Penzing

Penzing – Es wird an den Wochenenden leiser über Penzing. Denn mit Beginn der Flugsaison 2016 wurde die Platzrunde für die Sportflieger am Fliegerhorst Penzing verändert. Der neue Anflug für Motorflugzeuge liegt nun im Norden des Flugplatzes. Die Motorflieger nutzen zur Landung außerdem nur noch die westliche Hälfte der Landebahn. Nach der Einführungsphase hat sich der neue Anflug nun etabliert.

Nach der Einführung der Höhenwinde für den Segelflug im Sommer 2015 am Fliegerhorst Penzing gab es auch Veränderungsbedarf in der Luft. Die Segelflieger starten an der Höhenwinde im Gras südlich der Landebahn und halten sich besonders nach dem Start im Süden des Flugplatzes auf. Dort verlief bislang parallel zur Autobahn A96 auch der Anflug, die so genannte „Platzrunde“, der Motorflieger. Damit sich Motorflugzeuge und Segelflugzeuge aber nicht in die Quere kommen, wurden nun die Anflüge verändert. Die Platzrunde der Motorflieger wurde dazu in den Norden des Flugplatzes gelegt. Dort befand sich bisher die Platzrunde der Segelflieger. Die beiden Anflüge wurden also getauscht.

Bei dieser Gelegenheit wurde eine weitere Änderung umgesetzt, die vor allem die Anwohner in Penzing berücksichtigt. Während der alte Anflug für eine Landung Richtung Westen (Landerichtung 25) direkt über Penzing erfolgte, sollte dies bei der Änderung gleich mit geändert werden. Da die Landebahn lang genug ist, setzen die Motorflieger jetzt erst zur Mitte auf und fliegen im so genannten Queranflug so westlich an Penzing vorbei. Der Anflug erfolgt dazu tiefer als früher, wodurch zusätzlich Lärm reduziert wird. Deutlich wird der neue Anflug auf der Kartendarstellung.

Im neuen Anflug wird Penzing nicht mehr überflogen
Im neuen Anflug wird Penzing nicht mehr überflogen

Durch den tieferen Anflug, der die meiste Zeit über dem Kasernengelände erfolgt, sehen die Anflüge zwar spektakulärer aus als früher, unsicherer sind sie deshalb aber nicht. „Dieselbe Kurve in den Endanflug wurde früher östlich von Penzing geflogen, jetzt ist sie nur näher am Flugplatz und damit besser im Blickfeld“ erklärt Thomas Schneider, der Vorsitzende der Flugsportgruppe. Allerdings gibt es auch Ausnahmen bei den Anflügen, zum Beispiel bei Schulungsflügen. „In der Ausbildung werden auch Anflüge aus ungewohnten Positionen und weitere Verfahren trainiert. Bei solchen Übungen kann es passieren, dass auch in Zukunft landende Sportflugzeuge Penzing überfliegen“ beschreibt Frank Büttinghaus die neue Situation. In seiner Position als ehemaliger Hubschrauberflieger am Bundeswehrstandort Penzing war der Ausbildungsleiter Ultraleicht der Flugsportgruppe für die Änderungen der Platzrunde hauptsächlich verantwortlich. „Ähnliche Ideen zum Lärmschutz für Penzing gab es schon früher, diese ließen sich aber damals nicht mit den militärischen Anflügen auf den Fliegerhorst Lechfeld verbinden. Diese Problematik besteht heute nicht mehr. Der Vorstand der Flugsportgruppe ist sehr froh über die neuen Anflüge, besonders weil es die Lage und Größe des Flugplatzes zulassen, keine Anwohner direkt zu überfliegen.“ so Büttinghaus weiter.

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