Jetzt geht’s hoch hinaus für die Flugsportgruppe

Knapp ein Jahr nach dem Beschluss der Anschaffung wurde die neue Höhenwinde der Flugsportgruppe Landsberg in Betrieb genommen. Mit dieser speziellen Seilwinde können Segelflugzeuge lautlos auf etwa 1000 Meter geschleppt werden. Dadurch wird ein neues Leistungszentrum für Segelflug am Fliegerhorst Penzing geschaffen.

Die neue Höhenwinde ist auf einen LKW montiert und sieht im Stand recht unspektakulär aus. Unter der Verkleidung verbergen sich aber über 400PS
Die neue Höhenwinde ist auf einen LKW montiert und sieht im Stand recht unspektakulär aus. Unter der Verkleidung verbergen sich aber über 400PS

Nach ein paar Monaten Verzögerung konnte die Flugsportgruppe Landsberg in der letzten Woche ihre neue Höhenwinde (siehe Presse-Information vom 01.09.2014) in Betrieb nehmen. Mit dieser werden nun völlig lautlos Starthöhen für Segelflugzeuge von 1000 Metern erreicht.

Der erste Vorstand Thomas Schneider ließ es sich nicht nehmen, selbst als erster an der neuen Winde zu starten
Der erste Vorstand Thomas Schneider ließ es sich nicht nehmen, selbst als erster an der neuen Winde zu starten

Segelflugzeuge können zwar lautlos und ohne Motor mehrere hundert Kilometer zurücklegen, müssen dazu jedoch erst in die Luft gebracht werden. Je höher der Start, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich für den Flug. Der Start erfolgt entweder an einer Seilwinde, an der das Flugzeug wie ein Drachen in die Luft gezogen wird, oder durch einen Flugzeugschlepp an einem Motorflugzeug.

Zum Windenstart nutzen die Segelflieger das Gras neben der Bahn
Zum Windenstart nutzen die Segelflieger das Gras neben der Bahn

Bei herkömmlichen Seilwinden werden Segelflugzeuge aber nur auf 300 bis 500 Meter geschleppt – Flugzeugschlepps dagegen sind deutlich teurer als Windenstarts, dauern länger und belasten die Umwelt mit Lärm.

Dieses Problem wird in der Flugsportgruppe Landsberg nun anders gelöst. Um die lange Startbahn am Fliegerhorst Penzing für höhere Windenstarts voll auszunutzen, wurde eine spezielle Höhenwinde beschafft. Diese verfügt über zwei Kunststoffseile mit je 3000 Metern Länge und einen 428 PS starken Motor. Am Fliegerhorst können „von Zaun zu Zaun“ 2700 Meter Seil ausgelegt werden, die durchschnittliche Schlepphöhe beträgt damit etwa 1000 Meter.

Aufgrund der langen Startstrecke ist die Winde vom startenden Piloten kaum am Horizont zu erkennen.
Aufgrund der langen Startstrecke ist die Winde vom startenden Piloten kaum am Horizont zu erkennen.

Auch die Luftsport-Landesverbände aus Bayern und Baden-Württemberg sind an der neuen Seilwinde interessiert, denn durch die günstige Lage direkt an der A96 ist Landsberg aus dem gesamten Bereich der Verbände in drei Stunden mit dem Auto zu erreichen. Derzeit sind in Süddeutschland keine vergleichbaren Möglichkeiten vorhanden, günstig und schnell solche Schlepphöhen zu erreichen.

Flugschüler Finn freut sich mit Fluglehrerin Jule über 980m Starthöhe
Flugschüler Finn freut sich mit Fluglehrerin Jule über 980m Starthöhe

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