Alle Beiträge von Martin Plötz

Neuer Anflug für die Sportflieger in Penzing

Penzing – Es wird an den Wochenenden leiser über Penzing. Denn mit Beginn der Flugsaison 2016 wurde die Platzrunde für die Sportflieger am Fliegerhorst Penzing verändert. Der neue Anflug für Motorflugzeuge liegt nun im Norden des Flugplatzes. Die Motorflieger nutzen zur Landung außerdem nur noch die westliche Hälfte der Landebahn. Nach der Einführungsphase hat sich der neue Anflug nun etabliert.

Nach der Einführung der Höhenwinde für den Segelflug im Sommer 2015 am Fliegerhorst Penzing gab es auch Veränderungsbedarf in der Luft. Die Segelflieger starten an der Höhenwinde im Gras südlich der Landebahn und halten sich besonders nach dem Start im Süden des Flugplatzes auf. Dort verlief bislang parallel zur Autobahn A96 auch der Anflug, die so genannte „Platzrunde“, der Motorflieger. Damit sich Motorflugzeuge und Segelflugzeuge aber nicht in die Quere kommen, wurden nun die Anflüge verändert. Die Platzrunde der Motorflieger wurde dazu in den Norden des Flugplatzes gelegt. Dort befand sich bisher die Platzrunde der Segelflieger. Die beiden Anflüge wurden also getauscht.

Bei dieser Gelegenheit wurde eine weitere Änderung umgesetzt, die vor allem die Anwohner in Penzing berücksichtigt. Während der alte Anflug für eine Landung Richtung Westen (Landerichtung 25) direkt über Penzing erfolgte, sollte dies bei der Änderung gleich mit geändert werden. Da die Landebahn lang genug ist, setzen die Motorflieger jetzt erst zur Mitte auf und fliegen im so genannten Queranflug so westlich an Penzing vorbei. Der Anflug erfolgt dazu tiefer als früher, wodurch zusätzlich Lärm reduziert wird. Deutlich wird der neue Anflug auf der Kartendarstellung.

Im neuen Anflug wird Penzing nicht mehr überflogen
Im neuen Anflug wird Penzing nicht mehr überflogen

Durch den tieferen Anflug, der die meiste Zeit über dem Kasernengelände erfolgt, sehen die Anflüge zwar spektakulärer aus als früher, unsicherer sind sie deshalb aber nicht. „Dieselbe Kurve in den Endanflug wurde früher östlich von Penzing geflogen, jetzt ist sie nur näher am Flugplatz und damit besser im Blickfeld“ erklärt Thomas Schneider, der Vorsitzende der Flugsportgruppe. Allerdings gibt es auch Ausnahmen bei den Anflügen, zum Beispiel bei Schulungsflügen. „In der Ausbildung werden auch Anflüge aus ungewohnten Positionen und weitere Verfahren trainiert. Bei solchen Übungen kann es passieren, dass auch in Zukunft landende Sportflugzeuge Penzing überfliegen“ beschreibt Frank Büttinghaus die neue Situation. In seiner Position als ehemaliger Hubschrauberflieger am Bundeswehrstandort Penzing war der Ausbildungsleiter Ultraleicht der Flugsportgruppe für die Änderungen der Platzrunde hauptsächlich verantwortlich. „Ähnliche Ideen zum Lärmschutz für Penzing gab es schon früher, diese ließen sich aber damals nicht mit den militärischen Anflügen auf den Fliegerhorst Lechfeld verbinden. Diese Problematik besteht heute nicht mehr. Der Vorstand der Flugsportgruppe ist sehr froh über die neuen Anflüge, besonders weil es die Lage und Größe des Flugplatzes zulassen, keine Anwohner direkt zu überfliegen.“ so Büttinghaus weiter.

Pressemitteilung als PDF downloaden

Kinotrailer im CINEPLEX Penzing

Neben der Vorpreview zur Premiere von Star Trek am Mittwoch, den 20.07. feierte auch eine weitere, fast ebenso bedeutende Kinoproduktion ihre Premiere: Der neue Kinotrailer der Flugsportgruppe.

Der Trailer läuft ab Anfang August im Cineplex Penzing, wo auch Flyer als weiteres Informationsmaterial zur Flugsportgruppe ausgelegt sind.

Flugtag für Menschen mit Behinderung

Heute fand am Fliegerhorst Penzing ein ganz besonderes Event statt. Mithilfe der Lions Landsberg und der Sparkassen-Stiftung als Sponsoren und als tatkräftige Unterstützung wurde es 25 Menschen mit Behinderung aus dem  Regens Wagner Magnusheim in Holzhausen ermöglicht, einen kurzen Rundflug über ihren Heimatlandkreis zu erleben. Neben der Flugsportgruppe und den Lions waren auch betreuende Personen anwesend. Nach der Begrüßung und organisatorischen Hinweisen durch unser Vorstandsmitglied Johannes Ganzert (Bildmitte) sprachen Hans-Peter Träger, Vorstand der Sparkassenstiftung Landsberg,  Dr. Silke Ackermann, Präsidentin des Lions Club Landsberg, Oberbürgermeister Mathias Neuner und der Gesamtleiter des Heims Ulrich Hauser (im Bild v.l.n.r.) Grußworte an die Anwesenden.

Begrüßung am Flugtag für Menschen mit Behinderung

Wer gerade nicht in der Luft war wurde hervorragend mit Mittagessen, Kaltgetränken und Kaffee/Kuchen versorgt. Dazu kamen kleine Rundfahrten über den Fliegerhorst mit der Eisenbahn „Lilli“. Außerdem wurden einige Flugzeuge der Flugsportgruppe ausgestellt, um sich generell informieren zu können oder für das ein oder andere Piloten-Fotomotiv.

Probesitzen in einem Flugzeug

Für viele der erste Flug überhaupt, entsprechend aufgeregte Stimmung beim Einsteigen. Mit zwei Motorflugzeugen (Pilot + drei Fluggäste) ging es vom Fliegerhorst Richtung Westen los über Landsberg und Holzhausen, um erst einmal die eigene Heimat von oben zu sehen. Danach ging es in südöstlicher Richtung weiter zur Südspitze des Ammersees, zu sehen gibt es hier neben dem einmaligen Alpenpanorama die Erdfunkstelle in Raisting, das Kloster Andechs und natürlich den Ammersee selbst. Im Anschluss ging die Route über das Kloster St. Ottilien und die Kaltenberger Ritterspiele zurück zum Fliegerhorst. So schnell lassen sich alle Highlights des Landkreises erkunden. So schnell wandelt sich Aufregung in pure Freude und Begeisterung, von Flug- oder Höhenangst keine Spur. Entsprechend emotional fiel auch oft der Dank aus. Für alle Beteiligten eine großartige Veranstaltung und ein großartiges Event.

Aufregung beim Einsteigen

Zum Abschluss gab es natürlich das obligatorische Gruppenbild mit allen Helfern vor den beiden Flugzeugen

flugtag-mmb-gruppenbild

 

Weitere Berichte zu diesem Event gibt es unter

Neue Breezer B400 D-MDOK

Seit heute ergänzt eine neue und auffällig strahlende Maschine unseren Ultraleicht-Flugzeugpark: Die Breezer B400 mit dem Kennzeichen D-MDOK

Breezer B400 D-MDOK
Breezer B400 D-MDOK

Das neue UL löst die bekannte D-MCFG ab, ebenfalls eine Breezer B400, die seit 2014 für knapp 2 Jahre unseren Flugzeugpark unterstützte. Nach der Kaufentscheidung im Frühsommer konnte das neue Flugzeug nun nach Landsberg geflogen werden.

Die neue Breezer kommt wie die alte hauptsächlich für Reiseflüge und in der UL Schulung zum Einsatz. Die interne Ausrüstung im Cockpit ist etwas besser als in der früheren Breezer, z.B. verfügt die OK („Oscar Kilo“) über eine Art Flugnavigationssystem. Außerdem hat sie keine Schleppkupplung mehr, um so etwas Gewicht zu sparen. Das frühere Ziel, zwei Schleppmaschinen im Verein zu haben, um den Segelflugbetrieb sicherzustellen wurde damit aufgeweicht, da nun ja auch die Höhenwinde zur Verfügung steht und so unabhängig von motorisierten Flugzeugen Segelflug durchgeführt werden kann.

Die auffällige orange Lackierung sieht nicht nur gut aus sondern bietet auch entscheidende Sicherheitsvorteile: Wie im Straßenverkehr gilt es bei der Sichtfliegerei, aus dem Cockpit herauszuschauen um nicht mit anderen Flugzeugen zu kollidieren. Eine auffällige Farbe hilft dabei, sowohl vor dem Himmel als auch der Erde als Hintergrund gut erkannt zu werden.

Eine erfolgreiche Saison geht zu Ende

…mit diesen Worten begrüßten die beiden Organisatoren und Jugendleiterinnen der Flugsportgruppe Landsberg Beatrice und Patricia Baumeister die geladenen Gäste auf dem Fliegerhorst in Penzing zur Jahresabschlussfeier. Ein erfolgreiches Jahr für die Flugsportgruppe neigt sich dem Ende zu, das am vergangenen Wochenende mit einer Jahresabschlussfeier im Vereinsrahmen beendet wurde – oder vielmehr im Rahmen von unserem und den umliegenden, befreundeten Vereinen.

Begrüßung durch die Jugendleiterinnen Beatrice und Patricia Baumeister
Begrüßung durch die Jugendleiterinnen Beatrice und Patricia Baumeister

Mehr als 80 Freunde und Fliegerkollegen aus dem gesamten schwäbischen und bayerischen Raum folgten der Einladung in das verschneite Landsberg am Lech. An einen Flugbetrieb mit einem FLY-IN von Gastmaschinen nach Penzing war an diesem Tag aufgrund der tiefen Wolkenbasis nicht zu denken. Der neue Vereinsmittelpunkt – die Höhenwinde – konnte somit nicht, wie beabsichtigt, im Betrieb gezeigt werden. Dennoch gelang es den beiden Veranstalterinnen mit ein wenig Improvisationstalent eine gelungene Ersatzveranstaltung auf die Beine zu stellen. Kurzfristig wurden Punsch, Beamer und ein Hangar organisiert, um Videos von Windenschlepps mit weit über 1000 Meter Ausklinkhöhe mit verfolgen zu können. Natürlich durfte die Höhenwinde, trotz des Wetters, nicht fehlen und zog prompt die Blicke der Gäste auf sich.

Besichtigung einer Transall nach Anfahrt mit dem Bockerl „Lilly“ des LTG 61
Besichtigung einer Transall nach Anfahrt mit dem Bockerl „Lilly“ des LTG 61

Für die Gäste gab es ein weiteres Highlight an diesem Tage zu bestaunen – die Transall. Das in Landsberg/Penzing beheimatete Lufttransportgeschwader 61 (LTG 61) bot eine Besichtigung dieses altbewährten Transportflugzeuges der Bundeswehr an, angereichert mit allerlei Anekdoten aus mehreren Jahrzehnten Fliegerei, von Amerika bis Afrika. Für die Fahrt auf das Vorfeld wurde eigens das Bockerl „Lilly“ des LTG 61 aus dem Hangar gefahren, um einen bequemen und schnellen Transfer vom Hangar auf das Vorfeld zu ermöglichen. Für viele war es die erste nahe Begegnung mit diesem Flugzeugtyp, da viele nur in der Sportfliegerei mit kleineren Flugzeugmustern zu Hause sind.
Als technische Besonderheit, verbunden mit der Wiedersehensfreude unseres Fliegerkollegen Ludwig, machten drei Studenten (die Pilgreens) mit ihrem Solarmobil, einem dreirädrigem Tuktuk, auf der 20.000 km langen Fahrt von Bangkok nach Paris in Penzing einen Zwischenstopp und verweilten zum Staunen der Gäste für einige Stunden am Flugplatz. So unglaublich wie diese Idee klingt, waren auch die Erfahrungen, von denen die drei auf ihrer langen Reise berichten konnten.

Die "Pilgreens" machten auf der Reise von Bangkok nach Paris in einem elektrischen Tuktuk Zwischenstopp in Penzing
Die „Pilgreens“ machten auf der Reise von Bangkok nach Paris in einem elektrischen Tuktuk Zwischenstopp in Penzing

Nach einem wärmenden Punsch im Hangar ging es zum gemütlichen Beisammensein in das Offiziersheim mit abendlichem Buffet. Nach Begrüßung aller Gäste durch den ersten Vorsitzenden der FSGLL Thomas Schneider wurde der Abend mit mehreren Bilder- und Videovorträgen der beiden Organisatorinnen abgerundet.

Bilder: Matthias Höglauer